Step2 - Stefan Streit

Allgemeine Informationen

Länge 30.50cm
Breite 15.20cm
Gewicht 680g
Ballastanteil ca. 26% (ca. 180g)

 

Der Rumpf

- Grundlage bilden Schaumstoffplatten. Die blauen, extrudierten, sind feinporig und reissen bei der Bearbeitung kaum aus. Die weissen, expandierten sind schwerer und können bei der Bearbeitung ausreissen und können weniger präzis bearbeitet werden, das Material ist leichter als die Blauen Platten. Dies kann, wenn man Teile davon als Auftriebskörper im Rümpf belassen will, ein Vorteil sein.

- Plattendicke 20-40mm – je dünner die Platten, desto präziser der Rumpf. Die Step2 baute ich mit Hilfe von 40mm-Platten.

- Zum Bau brauchst Du einzig eine Vorstellung der Decksaufsicht und eine Idee der Rumpfhöhe.

- Von der geplanten Decksaufsicht zeichnest Du eine Schablone (nur eine Rumpfhälfte ist genügend). Auf diese Schablone überträgst Du die Dicke der Schaumstoffplatten, parallel zur Mittellinie. (20, 30 oder 40mm).

- Im ersten Bauschritt schneidet man aus der Schaumstoffplatte vorerst so viele Stücke, wie man benötigt um, aneinander gereiht, eine halbe Rumpfbreite zu erhalten (Schichtbauweise). Bei der Höhe gibt man einige Zentimeter dazu, um eine Reserve zu erhalten. Ist dann beim Bau von Vorteil.

- Diese Platten werden nun miteinander verleimt. Auf folgendes ist zu achten: Pro Platte nur 2-3 kleine Tropfen Weissleim, angebracht an einem der oberen Ränder. Der Leim soll nur die Platten leicht halten, so dass diese später wieder getrennt werden können. Die Platten schneidet man präzise unter der Bandsäge oder etwas weniger exakt mit dem Japanmesser. Mit etwas Gewicht beschwert lässt man den Block über Nacht trocknen.

- Danach werden auf der ebenen Oberseite Spantlinien eingetragen. Die Lage und Abstand sind frei wählbar. Es gilt natürlich auch hier: je mehr desto exakter der Rumpf, wobei ca. 4 Spanten bei einem Footy völlig genügend sein sollten.

- Zudem wird nun mit Hilfe der Deckschablone das halbe Deck auf den Schamstoffblock übertragen. Sobald dies geschehen ist, kann mit der Formgebung und der „Konstruktionsarbeit“ begonnen werden. Wahrscheinlich wird man sich von einem Vorbild und dessen Linien leiten lassen.

- Die Bearbeitung erfolgt am besten mit einem gezackten Brotmesser. Damit lässt sich die grobe Rumpfform relativ gut modellieren. Von Vorteil arbeitet man sich mit dem Messer jedoch nur bis ca. 5mm an die definitive Form heran. Die definitive Form ist der Umriss des Decks.

- Für die Annäherung nimmt man in einem nächsten Schritt eine Holzraspel, dann grobes und immer feineres Schleifpapier. Bis man die gewünschte Form erreicht hat.

- Zu beachten ist, dass man, wie bereits oben erwähnt, zum Deck hin etwas Übermass berechnet, welches später abgetrennt wird, beim Bau jedoch eine Hilfe ist, auf die Rumpfform jedoch keinen Einfluss haben darf.

- Ist der halbe Rupf soweit fertig gestellt und die hartnäckigen Schaumstoffpartikel im Staubsauger verschwunden. Kommt der nächste wichtige Schritt. Bis dahin tönt es eventuell etwas Aufwendig und kompliziert. In Wirklichkeit dauert die Bearbeitung nur wenige Minuten. Falls die Form des Rumpfes bis dahin den eigenen Vorstellungen entspricht….

- In einem nächsten Schritt werden nun die einzelnen Längsschnitte wieder voneinander getrennt und immer die innere Seite (die mit dem grösseren Umfang) auf die Schaumstoffplatte übertragen. Auch das Übertragen der Spanten, diese sind dann beim Zusammenfügen der Schnitte die Anhaltspunkte für das Ausrichten, darf nicht vergessen werden. Die Schablonen für den zweiten Rumpfteil können nun ausgeschnitten werden, wobei die innere Linie des Filzstiftes auch nach dem Ausschneiden immer noch vorhanden sein muss. Diese Linie ist bei der weiteren Bearbeitung der Anhalts- und Referenzpunkt.

- Der bearbeitete und der rohe Rumpfteil können nun wieder mit spärlich Leim zusammengeklebt werden. Leim im Bereich der zu bearbeitenden Flächen des Rumpfes ist zu vermeiden, da diese Partien sonst härter werden als der Schaumstoff ohne Leim und es beim Schleifen zu Dellen führen kann.

- Die beiden Rumpfhälften, die eine bearbeitet, die andere roh, werden nun zusammengeklebt und auf die bearbeitet wird nun der definitive Verlauf des Decks angezeichnet. Solange die zweite Deckshälfte noch nicht bearbeitet ist kann man nun unter der Bandsäge den überstehenden Teil, welcher das Deck überragte, abtrennen und zur weiteren Verwendung auf die Seite legen.

- Nun kommt ein Schritt, bei dem man sich überlegen kann, ob er ausgeführt wird oder nicht. Macht man ihn, dürfte der Rumpf etwas präziser werden. Bei kleinen Footy-Schalen von Vorteil, bei grösseren Modellen nicht unbedingt notwendig.

- Und dies ist der Schritt: Das abgetrennte Decksoberteil wird nun  wieder leicht mit dem Rumpf verklebt. So befinden sich die Spantlinien wieder auf dem Rumpf und man erhält wieder eine Ebene, die sich ungefähr rechtwinklig zur Wasserlinie befinden wird. Nun wird der Rumpf mutig und rechtwinklig zur Längsachse (dies ist wichtig!!) unter der Bandsäge durchtrennt. In so viele Segmente, wie man Spanten haben möchte. Von der bearbeiteten Rupfseite kann man nun diese Spantflächen auf einen dünnen Karton übertragen und problemlos spiegeln. Diese Kartonspanten klebt man nun auf die Schnittflächen und klebt den ganzen Rumpf wieder zusammen.

- Nun wird die zweite Rumpfhälfte analog der ersten bearbeitet. Wichtig: die Innere Filzstift-Linie auf den Längslinien sollen nicht abgeschliffen werden und die Kartonspanten ergeben das einzuhaltende Mass in der zweiten Ebene. Nach insgesamt 1-1.5 Std Arbeit hat man nun die Grundform des Rumpfes in den Händen.

 

Von dieser Grundform gibt es zwei Möglichkeiten zur weiteren Bearbeitung.

Man baut ein Modell auf Epoxydharz-Basis oder man erstellt den Rumpf  Balsa.

- Epoxy: Der Rumpf wird direkt mit Araldit betupft, darauf ein Glasfaser-Gewebe gelegt und das Ganze nochmals mit Araldit getränkt. Je präziser man bei der Basis gearbeitet hat, desto weniger Spachtel- und Schleifarbeit ist anschliessend notwendig. Die Epoxy-Schicht kann extrem dünn ausgeführt werden, da der Schaumstoff als Formträger- und Auftriebskörper im Rumpf bleibt. Das Gewicht beim weissen Schaumstoff ist zu vernachlässigen und deshalb dem blauen für diese Bauweise vorzuziehen. Das Boot ist leicht, unsink- und unzerstörbar.

 Fortgeschrittene werden bereits beim Ausschneiden des Schaumstoffkernes Sollbruchstellen einplanen, mit deren Hilfe die entsprechenden Hohlräume zum Einbau der Fernsteueranlage etc. vorgenommen werden können.

- Balsa: Die Schaumstoffschale wird mit einer dünnen Haushaltplastikfolie überzogen. Darüber werden Streifen aus Balsa oder besser gewässertem Sperrholz, 0,6mm, als „Spanten“ gelegt und mit Nadeln fixiert. Der Rumpf wird konventionell mit Balsa beplankt. Wenn mit fortlaufender Arbeit alle Nadeln aus dem Schaumstoff entfernt wurden und dank de Folie sich der Klebstoff nicht mit dem Schaumstoff verbunden hat, lässt sich der Schaumstoffkern leicht aus der Schale lösen und weitere Rümpfe könnten erstellt werden.

 

Kontakt / Registrierung

SUI     Rolo Schwegler

GER   Thomas Grimm

AUT   Harald Klein

NED   Thomas Grimm

 

 

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Zeit/Datum

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18.09.21

 

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